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MeeGo: Teile möglicherweise schon bald öffentlich

Vieles tut sich auch bei den Betriebssystemen für Smartphones: auf dem Mobile World Congress in Barcelona verkündete Nokia bereits, das bisherige Nokia-eigene Betriebssystem Maemo einzustellen und künftig auf eine neue Gemeinschaftsenwicklung mit Intel zu bauen, die auf den Namen MeeGo hören soll – eine Symbiose aus Moblin und Maemo. Ein konkretes Zieldatum wurde dabei nicht gesetzt, doch offenbar läuft die Entwicklung bereits auf Hochtouren – in einem Blog kündigte Valtteri Halla von Nokia nun an, dass zum Monatsende bereits erste Programmpakete verfügbar sein sollen.

Zunächst soll das bisher von Maemo angetriebene Nokia N900 in den Genuss des neuen Betriebssystems kommen, bald soll aber auch Atom-basierte Hardware unterstützt werden. Erklärtes Ziel ist, MeeGo auf möglichst vielen Plattformen einsetzbar zu machen, sowohl auf Handys und Smartphones als auch auf Netbooks und Notebooks bis hin zu Fernsehern und anderen mobilen Geräten. MeeGo ist ein komplettes Open Source-Projekt und wird von der Linux Foundation unterstützt.

Es zeichnet sich damit auch unter den mobilen Betriebssystemen eine weitere Kluft zwischen proprietären und streng kontrollierten Betriebssystemen wie dem iPhone OS und quelloffenen Projekten wie Android, Symbian und MeeGo ab. Während bei Apples Prinzip ein Vorteil in der Sicherheit der vefügbaren Anwendungen besteht, profitieren quelloffene Betriebssysteme naturgemäß von flexibleren Einsatzmöglichkeiten und mehr Möglichkeiten zur individuellen Anpassung – und nicht zuletzt längerfristig von mehr verfügbarer freier Software, die im Fall von MeeGo auch noch auf andere Geräte portiert werden kann.

Im zweiten Quartal soll eine erste Version von MeeGo fertiggestellt sein – wann die ersten Geräte mit MeeGo verfügbar sein werden, steht noch nicht konkret fest.