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Nokias mobiles Navigationssystem Ovi Maps kostenfrei auf mehr Modellen verfügbar

Nokia hat bekannt gegeben, dass die kostenfreie Navigationshilfe “Ovi Maps” (Ovi Karten) ebenfalls für die beiden Smartphones E71 und E66 verfügbar ist. Bereits seit Ende Januar dieses Jahres sind die Ovi Karten gratis für die Symbian-S60-Smartphones erhältlich. Die Installation erfolgt wie üblich über den PC auf das Handy. Die Anwender laden die neueste Version 3.03 der Ovi Karten zunächst auf ihren Heimcomputer und installieren sie anschließend über die Ovi Suite auf ihrem Mobiltelefon. Gesonderte Inhalte wie die Reiseführer Lonely Planet oder Michelin Guide sind in dem kostenlosen Software-Paket nicht enthalten.

In Zukunft sollen die Ovi Karten mit allen Symbian-S60-Smartphones ausgeliefert werden, die über einen GPS-Empfänger verfügen. Ebenfalls seit Ende Januar ist die kostenlose Software bereits für eine Reihe von Modellen des finnischen Handyherstellers erhältlich. Konkret handelt es sich um die die Modelle N97, N97 mini, 5800 XpressMusic, 5800 Navigation Edition, E52, E55, E72, 5230, 6710 Navigator, 6730 classic und X6. Für alle anderen Geräte ist eine sprachbasierte Navigationslösung nur in Form einer Jahreslizenz verfügbar. Die jährlichen Kosten dafür betragen 9,99 Euro. Die Ovi Karten sind äußerst umfangreich. Über 180 Länder sind darin verzeichnet. Die Anweisungen sind in 46 Sprachen abrufbar.

Nokia versucht, mit diesem Angebot zum größten Anbieter mobiler Navigationssysteme aufzusteigen. Schon binnen einer Woche wurde die neue Software weit über eine halbe Million Mal heruntergeladen. Wie nebenbei wurde auch ein “Konkurrent” aus dem Weg geräumt. Der Gratis-Anbieter Nav4all hatte einen Lizenzvertrag mit der Nokia-Tochter Navtaq, die den Vertrag mit Anbieter aufkündigte.

Samsung beliebter als Nokia

Der südkoreanische Konzern Samsung hat das finnische Unternehmen Nokia, den bisherigen Marktführer in der Mobiltelefonsparte, vom Thron gestoßen. Das Marktforschungsinstitut Gfk hat in Deutschland in der zweiten Jahreshälfte 2009 einen Marktanteil von 36 Prozent für Samsung verzeichnet, während Nokia als bisheriger Marktführer um 4 Prozent auf 29 Prozent Marktanteil zurückgefallen ist. Insbesondere das günstige Touchscreen-Handy S5230 Star von Samsung soll den Südkoreanern ein kräftiges Wachstum beschert haben, erklärt der Konzern.

Nokia erklärt dem Nachrichtenmagazin Focus gegenüber, man betrachte die Entwicklung gelassen – denn „Profitabilität sei wichtiger als hohe Marktanteile“. Ob die Gelassenheit allerdings wirklich so verinnerlicht wurde, darf bezweifelt werden – für den bisherigen Marktführer ist das eine völlig neue Situation, und auch auf dem globalen Markt mussten die Finnen in den vergangenen beiden Quartalen Federn lassen. International sank ihr Absatz laut des Analyseunternehmens Gartner in diesem Zeitraum von 38,6 Prozent auf 36,4 Prozent, verringerte sich also um 2,2 Prozent. Besonders der große Druck auf dem Smartphone-Markt dürfte den konservativen Skandinaviern zu schaffen machten: auch ihre Top-Smartphones N97 und N900 brachten ihnen nicht den erhofften Durchbruch im Smartphone-Sektor.

Einen Schritt nach vorne dürfte hingegen ihre neue Plattform Meego bringen, die Symbian ergänzen soll – auch bei Nokia schläft man nicht, man braucht nur anscheinend ein wenig länger.

Mäßiger Verkaufserfolg für Palm Pre

Des einen Freud ist des anderen Leid: während O2 in Deutschland freudig bekannt gibt, dass das Palm Pre das erfolgreichste Smartphone im Sortiment des Mobilfunkanbieters sei, brauten sich in den USA düstere Wolken über dem Palm-Hauptquartier zusammen, als Palm-CEO Rubenstein am Donnerstag einräumen musste, dass der Verkaufsstart weitaus weniger erfolgreich verlaufen war als angenommen. Das verschuldete Unternehmen sah in dem neuen Smartphone einen Hoffnungsträger und nannte für das bis Ende Mai laufende Geschäftsjahr ein Umsatzziel von 1,6 bis 1,8 Milliarden Dollar – inzwischen musste Rubenstein mitteilen, dass Palm dieses Ziel deutlich verfehlen würden. In Folge dessen brauch die Aktie um rund 18 Prozent ein.

Die Schuld sieht Rubenstein vor allem bei Netzanbieter und US-Vertriebspartner Verizon: Mitarbeiter sollen das neue Smartphone Palm Pre nicht mit genügend Motivation verkauft haben, weil sie besser für den Verkauf von konkurrierenden Smartphones geschult waren, so der CEO in einem internen Memo. Als Reaktion will das Unternehmen 200 Experten in die Verizon-Filialen entsenden, die für schnelle und intensive Schulung des Verkaufspersonals sorgen sollen. Tatsächlich lagen viele Hoffnungen auf dem Palm Pre: von der Fachpresse wurde das auf WebOS basierende Mobiltelefon hoch gelobt, doch das Kundeninteresse blieb besonders auf dem großen amerikanischen Markt unerwartet gering, so dass Bestellungen aufgeschoben wurden. Am 18. März will Rubenstein die Zahlen des dritten Geschäftsquartals bekannt geben und dort ausführlicher informieren.

Nexus One – Google zensiert jetzt auch

Das Nexus One von Google ist bereits seit dem 05. Januar in den USA, Hongkong und Singapur erhältlich. Das Smartphone unterstützt die unterschiedlichsten Features, so wird beispielsweise die durchgängige Texteingabe über die Sprachsteuerung ermöglicht. Wenn Sie hierbei jedoch mit Schimpfwörtern arbeiten, zensiert das Mobiltelefon mit dem Android-Betriebssystem gnadenlos.

Wer Schimpfwörter in das Nexus One via Spracheingabe eingibt, der sieht nur #-Zeichen. Von Seiten Googles wurde hierzu angegeben, dass Google vermeiden möchte, Mitteilungen von dem Handy aus zu versenden, die aus Versehen mit Schimpfwörtern oder „unflätigen“ Begriffen gespickt sind. Des weiteren könnte es auch möglich sein, dass die Software ein Wort nicht ganz richtig erkennt und hieraus ein Schimpfwort mache. Zurzeit ist es nicht möglich, die Zensurfunktion auszuschalten. Dies bleibt allerdings nur eine Frage der Zeit bis sich die Community um dieses “Problem” kümmern wird.

Wann das Mobiltelefon hierzulande verfügbar sein wird, hat Google noch nicht präzisiert. Es wurde nur das Frühjahr 2010 angegeben. Ob das Handy dann immer noch mit der Funktion zum Zensieren daher kommt, ist bislang unklar.