Pressebericht: Lenovo will Palm übernehmen

Nach Berichten der US-amerikanischen Presse interessiert sich der chinesische PC-Hersteller Lenovo für eine Übernahme des in die Krise geratenen Smartphone-Herstellers Palm. Das Gerücht hatte an der Börse eingeschlagen wie eine Bombe. Die Anleger deckten sich mit Wertpapieren ein, sodass der Kurs der Palm-Aktien um 20 Prozent in die Höhe schoss. Dabei gibt es keine konkreten Hinweise auf eine Übernahme.

Lenovo-Chef Yang Yuanqing hatte lediglich gesagt, dass sein Unternehmen über Akquisitionen im Bereich des mobilen Internet nachdenke. Er hatte aber keinen bestimmten Namen genannt. Es ist nicht das erste Mal, dass Übernahmegerüchte die Runde machen. Immer wieder bringen Analysten andere Namen ins Gespräch. Die Rede ist von einigen großen Hardware- und PC-Herstellern wie Hewlett-Packard, Dell oder Cisco, aber auch Handyhersteller wie RIM oder Nokia sind im Gespräch.

Es ist andererseits aber auch kein Zufall, dass Palm immer wieder mit Übernahmegerüchten in Verbindung gebracht wird. Denn die großen Ansprüche von einst als Apple-Konkurrent auf den Markt zu gehen, erweisen sich als Rohrkeppierer. Auch wenn Knowhow und Design stimmen mögen – die prognostizierten Verkaufszahlen des Palm Pre konnten nicht annähernd erreicht werden. Das Modell konnte sich keineswegs als Alternative zum iPhone auf dem Markt etablieren, so wie es angestrebt war. Auch das Palm Pixi sorgt offenbar nicht für die erhofften Umsätze. Ende März war sogar von einem Produktionsstopp die Rede, weil aufgrund der schleppenden Abverkäufe die Lagerkosten explodierten.

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