Dual SIM Handys: Providers Albtraum hilft Usern beim Sparen

Sie passen nicht in den aktuellen Smartphone-Hype, bringen aber doch einen immensen Vorteil mit sich: Mit Dual SIM Handys können Anwender richtig Geld sparen – allerdings sind solche Geräte bei den Providern extrem verhasst. Klar: Der Nutzer kann sich den Tarif wählen, der für das aktuelle Telefonat oder das Versenden von SMS am günstigsten ist. Das Prinzip ist denkbar einfach: Der Nutzer kann zwei SIM Karten in sein Mobiltelefon einlegen und schaltet intern auf diejenige um, die für die Anwendung am günstigsten ist. So hat der Kunde beispielsweise eine SMS-Flatrate auf seiner Vodafone-SIM-Karte und eine Festnetzflatrate vom Konkurrenten simyo – wird eine SMS geschrieben, kann diese in die Vodafone-Abrechnung fallen, wird ein Festnetztelefonat geführt, schaltet der Nutzer um und telefoniert über simyo.

Provider wollen ihre Kunden möglichst lange an sich binden, das funktioniert sowohl über Laufzeitverträge als auch über SIM-Lock gesperrte Smartphones, die erst nach Ablauf der Laufzeit freigegeben werden. Provider kalkulieren ihre Tarife so, dass das Hauptnutzungsangebot (bei einer SMS-Flatrate also die SMS, bei einer Festnetzflatrate Telefonate ins Festnetz) besonders günstig ist, während andere Optionen entsprechend teurer sind. Diese Mischkalkulation wird vom Nutzer mit Dual SIM Handys quasi zerstört.

Für den Anwender also sehr lohnend, für Provider ein einziger Albtraum. Verschiedene Modelle finden Interessenten natürlich nicht bei Providern, sondern in einschlägig bekannten Online-Shops wie Amazon und Co. Wer über einen Provider abschließt, hat das übliche Problem des SIM-Locks, sodass die Subventionierung des Geräts natürlich auch weg fällt. Je nach Telefonverhalten lohnt sich die Ausgabe eines nicht-subventionierten Dual SIM Handys dennoch. Es gibt mittlerweile auch Dual SIM-Adapter, allerdings bedarf es hier, den SIM-Lock des Providers abschalten zu lassen.


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