Kategorie-Archiv: Maemo

Nokia schob Betriebssystem Symbian an Accenture ab

Nun ist es in der Zentrale des finnischen Riesen Nokia zu einer endgültigen Entscheidung betreffend des eigenen Betriebssystems Symbian gekommen. Nokia überträgt die Verantwortung für das Smartphonesystem der Unternehmensberatungsgesellschaft Accenture. Mit diesem Schritt werden um die 3000 Mitarbeiter von Nokia zu Accenture wechseln und rund 4000 Mitarbeiter werden ihren Arbeitsplatz verlieren.

Wie Accenture ankündigte, wolle man etwa 3000 ehemalige Nokia-Angestellte übernehmen, die weiterhin an dem Betriebssystem Symbian arbeiten werden, das nun in Zukunft von Accenture aus betreut werden wird. Das Unternehmen ist in 120 Ländern dieser Erde ansässig und ist spezialisiert auf Unternehmensberatung und Outsourcing. Insgesamt sind 215.000 Mitarbeiterinnen weltweit bei dem Beratungskonzern beschäftigt.

Accenture teilte in diesem Zusammenhang auch mit, dass man sich künftig auch der Software und Dienste für Nokias Windows Phone 7 widmen wolle. Erst kürzlich ließ Nokia anklingen, dass man sich nicht länger mit Symbian als Open Source auseinander setzten wolle, doch bis zum Jahr 2015 noch an die 150 Millionen Geräte mit dem eigenen Betriebssystem auf den Markt bringen wolle. Erst danach, bzw. im sanften Übergang wolle man mit den neuen Geräten auf Microsofts WP7 umsteigen.

Auch die Verkleinerung der Belegschaft war ein angestrebtes Ziel des finnischen Konzerns und daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Nokia nun ankündigte, dass etwa 4000 Mitarbeiter bis zum Jahresende 2012 das Unternehmen verlassen werden müssen. Alleine in Finnland wolle man sich von mehr als 1400 Angestellten trennen, hieß es.

Von der Entlassungswelle sind am stärksten jene Mitarbeiter betroffen, die sich mit Symbian und MeeGo auseinander gesetzt haben. Offen wird auch über eine Zusammenlegung der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen gesprochen. Sie sollen künftig an ein und demselben Standort positioniert sein. Hier will man sogar neue Mitarbeiter einstellen, um Smartphones auf Basis von WP7 weiterzuentwickeln.

Als kleinen Trost für all jene, die ihren Job bei Nokia gefährdet sehen, teilte der Konzern mit, dass man die Angestellten bei ihrem Weg einen neuen Job zu finden tatkräftig unterstützen wolle und auch die bereits entlassenen Mitarbeiter noch bis zum Jahresende bezahlen wolle.

Dualboot-Update: MeeGo auf Maemo-Smartphone Nokia N900

Michael Cromarty schreibt in seinem MeeGo-Blog, dass er es geschafft hat, MeeGo auf das Maemo-Smartphone Nokia N900 zu bringen und damit einen Dualboot zu ermöglichen. Zwar ergaben sich diverse Schwierigkeiten damit und schon seit März gibt es Gerüchte darüber, dass die Dualboot-Lösung aufs N900 käme, nun könnte es in den kommenden Wochen endlich soweit sein.

Dank dem Dualboot mit MeeGo und Maemo kann sich der Anwender überlegen, mit welchem der Betriebssysteme er lieber arbeitet. Aktuell überlegt man, ob es nicht Apps geben solle, die sowohl mit Maemo als auch mit MeeGo laufen. Aktuell ist es möglich, MeeGo als Entwickler-Image herunterzuladen und zu installieren. Aber: Der Anwender sollte sich sicher sein, zu wissen, was er da tut, durch solche Systemeingriffe erlischt normalerweise die Gewährleistung des Geräts und geht etwas schief, hat es der Anwender selbst zu richten.

Auch Cromarty warnt grundsätzlich eher davor, MeeGo schon zu installieren, zwar bringe man die Version jede Woche auf den neuesten Stand, aber es könnten erhebliche Probleme bei der Installation auftreten, denn es liegt bislang lediglich eine Work-in-Progress-Version vor. Deshalb sollte idealerweise ein Testgerät für diese Installation vorliegen, andernfalls empfiehlt Cromarty, sämtliche Telefonfunktionen regelmäßig zu testen. Ein Video gibt einen ersten Eindruck wieder:

Nokia N9: Erste Bilder des eventuellen MeeGo-Smartphones

Nokia bringt mit dem N9 eventuell das erste Smartphone auf den Markt, welches mit dem neuen Betriebssystem MeeGo läuft. Auf der russischen Seite eldarmurtazin.livejournal.com, betreut von Branchenkenner und Chefredakteur der russischen Ausgabe von mobilereview.com, werden neue Bilder des Smartphones gezeigt – man muss sich allerdings seinen Teil denken, denn Kommentare zu den Pics scheinen nicht Murtazins Sache zu sein.

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MeeGo: Teile möglicherweise schon bald öffentlich

Vieles tut sich auch bei den Betriebssystemen für Smartphones: auf dem Mobile World Congress in Barcelona verkündete Nokia bereits, das bisherige Nokia-eigene Betriebssystem Maemo einzustellen und künftig auf eine neue Gemeinschaftsenwicklung mit Intel zu bauen, die auf den Namen MeeGo hören soll – eine Symbiose aus Moblin und Maemo. Ein konkretes Zieldatum wurde dabei nicht gesetzt, doch offenbar läuft die Entwicklung bereits auf Hochtouren – in einem Blog kündigte Valtteri Halla von Nokia nun an, dass zum Monatsende bereits erste Programmpakete verfügbar sein sollen.

Zunächst soll das bisher von Maemo angetriebene Nokia N900 in den Genuss des neuen Betriebssystems kommen, bald soll aber auch Atom-basierte Hardware unterstützt werden. Erklärtes Ziel ist, MeeGo auf möglichst vielen Plattformen einsetzbar zu machen, sowohl auf Handys und Smartphones als auch auf Netbooks und Notebooks bis hin zu Fernsehern und anderen mobilen Geräten. MeeGo ist ein komplettes Open Source-Projekt und wird von der Linux Foundation unterstützt.

Es zeichnet sich damit auch unter den mobilen Betriebssystemen eine weitere Kluft zwischen proprietären und streng kontrollierten Betriebssystemen wie dem iPhone OS und quelloffenen Projekten wie Android, Symbian und MeeGo ab. Während bei Apples Prinzip ein Vorteil in der Sicherheit der vefügbaren Anwendungen besteht, profitieren quelloffene Betriebssysteme naturgemäß von flexibleren Einsatzmöglichkeiten und mehr Möglichkeiten zur individuellen Anpassung – und nicht zuletzt längerfristig von mehr verfügbarer freier Software, die im Fall von MeeGo auch noch auf andere Geräte portiert werden kann.

Im zweiten Quartal soll eine erste Version von MeeGo fertiggestellt sein – wann die ersten Geräte mit MeeGo verfügbar sein werden, steht noch nicht konkret fest.

Neues Firmware-Update für das Nokia N900

Ein erneutes Update steht für Nokias Business-Handy N900 bereit. Das Update für das Smartphone wird unter der Revisionsnummer v3.2010.02-8 bereitgestellt und kommt per OTA, also ohne Verbindung zum PC, direkt auf das Handy. Im Changelog ist das Update undokumentiert, daher lässt sich nur spekulieren, was es genau umfasst – bei der Dateigröße von rund 16 Megabyte sind allerdings keine allzu großen Veränderungen und neue Funktionen zu erwarten. Nutzer, die nicht in den Genuss einer Internet-Flatrate kommen, sollten das Update übrigens möglichst erst im heimischen WLAN genießen.

Vielmehr wird gemutmaßt, dass Nokia auf diesem Weg ein großes Update des bisherigen Betriebssystems Maemo auf das neue, in Kooperation mit Intel erstellte Betriebssystem MeeGo vorbereitet. Bereits im Januar bekamen N900-Besitzer das Update häppchenweise: ein kleines Update legte den Grundstein, wenige Tage später folgte ein grundlegendes Update, das unter anderem Mail for Exchange einführte.

Auf dem Mobile World Congress gab Nokia bekannt, das bisherige Nokia-Betriebssystem auf Linux-Basis namens Maemo und das Intel-System Moblin zum neuen Betriebssystem MeeGo zu verschmelzen. Aufatmen also für Besitzer von Handys mit Maemo: der Support wird offensichtlich vorerst nicht eingestellt, wie das aktuelle Update beweist. MeeGo ist ein universell einsetzbares, offenes Betriebssystem, das neben Smartphones auch auf Notebooks, Tablet-PCs und sogar Fernsehern eingesetzt werden kann – und darüber hinaus dürfen sich MeeGo-Benutzer sogar über Multitasking freuen.